sie eine vielfältige demokratische Kultur erlebbar machen in ihren vielen Projekten bis hin zu Begegnungen und organisierter Hilfe für Aussiedler und Geflüchtete vor Ort. Sie treten ein für eine offene Streitkultur ohne Hass und zeigen ausgrenzende und zerstörerische Tendenzen in unserer Gesellschaft auf.
Gottfried Röthig – Augenoptiker aus Wurzen
Am Sonntag, den 3. Mai hat zum 27. Mal das Format der Gedenkfahrt stattgefunden. Mit dem Fahrrad sind wir gemeinsam von Borsdorf nach Wurzen gefahren und haben den Opfern der Todesmärsche im Frühjahr 1945 gedacht sowie an die Geschichte der Überlebenden erinnert. An den jeweiligen Stationen in Borsdorf, Gerichshain, Machern, Bennewitz und Wurzen vergrößerte sich die Gruppe der Radler:innen um engagierte Besucher:innen von vor Ort. Es wurden Redebeiträge gehalten und es wurde die Geschichte von Blanka Pudler erzählt, einer ungarischen Jüdin, die das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz überlebte, schließlich in Hessisch Lichtenau Zwangsarbeit verrichten musste und über Leipzig-Schönau und später Leipzig Thekla auf die Todesmärsche getrieben wurde. In Wurzen wurde sie im April 1945 befreit. Blanka Pudler traf nach Kriegsende ihre Geschwister Deszö und Roszi in Budapest wieder, die ebenfalls überlebt hatten, und begann dort ein neues Leben.

